Dieses Tagesseminar wendet sich an alle, die am Deuten von Träumen interessiert sind. Es wird Gelegenheit bieten, die daseinsanalytische Traum aus - legung kennen zu lernen, zu üben oder auch kritisch
zu befragen.
Als Leitfaden wird die hermeneutisch-phänomenologische
Methode vorgestellt. Sie basiert auf der Auffassung, dass die einzelnen Traumphänomene immer in und aus einem bestimmten grösseren
Ganzen ausgelegt werden müssen.
Ein grösserer Zusammenhang findet sich auf verschiedenen
Ebenen:
– der Traum als Ganzes
– die Einfälle des Träumers zum Geträumten
– die Betroffenheit von einem „bewegenden“
Geschehnis am Vortag
– eine aktuelle oder lebensgeschichtliche
Problematik des Träumers
– die Therapie, Übertragung und Widerstand

Alle diese Ebenen verbindet, dass es darin um die stimmungsmässige Auseinandersetzung des Träumers mit einer bestimmten grundlegenden Thematik geht. Deren „Bedeutsamkeit“ liegt in ihrem Verweis auf die Auseinandersetzung des Träumers mit Bedingungen
des eigenen Seins, die er als besonders schwierig erfährt. Das Anliegen dieses Seminars wird es vor allem sein, den „ontologischen Einschluss“ aller oben genannten konkreten Bezüge auszulegen. Obwohl sich dieses hermeneutische Vorgehen besonders gut an Träumen zeigen lässt, gilt es auch für alle anderen „psychopathologischen“ bzw. typischen Erlebens- und Verhaltensformen des wachen Lebens.
Deshalb sind neben Traumbeispielen auch Vignetten aus der Praxis erwünscht, mit der Bitte, uns diese schon vor dem Seminar zu schicken.
Daseinsanalytisches Seminar
Gesellschaft für hermeneutische
Anthropologie und Daseinsanalyse
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